Buch-Tipps & Buchbesprechungen

     

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Michael Tomasello:
Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral. Aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder.
Suhrkamp. Berlin 2016. 283 S. € 32,-/sFr. 37,24

ISBN 978-3518586952

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Bruno P. Kremer, Thomas Merz:
Naturparadies Mittelrhein – 21 ausgewählte Erlebnistouren zwischen Rüdesheim und Bonn.
Quelle & Meyer. Wiebelsheim 2017. 416 S., 50 Abb., € 19,95/sFr. 31,90

ISBN 978-3494017051

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Ranga Yogeshwar:
Nächste Ausfahrt Zukunft. Geschichten aus einer Welt im Wandel.
Verlag Kiepenheuer & Witsch. Köln 2017. 398 S., € 22,- /sFr. 31,90
 

ISBN 978-3462051131

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J. Burke:
Nest – Kunstwerke der Natur.

Oekom Verlag. München 2017. 192 S., vierfarbige Illustrationen, € 20,–/sFR. 29,90
 

ISBN 978-3960060116

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G. Denizeau:
Das große Leonardo da Vinci-Buch.
Theiss Verlag. Darmstadt 2017. 128 S., 300 Abb., Glossar, Zeittafel, Zeichnungen zum Herausnehmen, € 39,95/sFR. 57,90
 

ISBN 978-3806235517

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M. Emmerich, S. Melchert:
Alles über Astronomie
– Die Wunder des Weltalls – Sterne und Planeten beobachten.
Franckh-Kosmos. Stuttgart 2017. 192 S., 280 Photos, 60 Zeichnungen, € 9,99/sFR. 13,90

ISBN 978-3440156223

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U. Endersfelder, M. Akkermann:
Historische Kalender – Aktuelle Forschung 2018.

Kalendertradition der Akademie der Wissenschaften im 18. und 19. Jahrhundert, aufgegriffen und kommentiert von jungen Wissenschaftlern. Monatskalender mit 60 Seiten. Jan Thorbecke Verlag. Eschbach 2017. 60 S., € 13,99/sFR. 15,90

ISBN 978-3799511919

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E. Gonstalla:
Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere.
Oekom Verlag. München 2017. [] 128 S., € 24,– /sFR. 36,90

ISBN 978-3960060123

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J. Magee:
Ars Natura – Meisterwerke großer Naturforscher von Merian bis Haeckel.

Theiss Verlag. Darmstadt 2017. 256 S., 220 Abb., € 39,95 / sFR. 51,90

ISBN 978-3806236187

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Buchbesprechungen

     

Michael Tomasello:
Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral.

Der Primatologe und Anthropologe Michael Tomasello hat in den vergangenen Jahren etliche Arbeiten über die Evolution der menschlichen Kultur, des menschlichen Denkens und der menschlichen Kommunikation vorgelegt. In diesem Buch nun widmet er sich dem spannenden Problem einer Naturgeschichte der menschlichen Moral, wobei dieser Titel bereits voraussetzt, dass auch unserer Moral eine Naturgeschichte hat. Das ist auch der Ausgangspunkt der evolutionären Ethik, der – zumal im deutschen Sprachraum – viele Philosophen nach wie vor mit Skepsis oder Ablehnung begegnen. Nimmt man aber die Tatsache ernst, dass der heutige Mensch – wie alle anderen Spezies – in der Evolution durch natürliche Auslese allmählich entstanden ist, dann muss auch sein moralisches Verhalten tiefe evolutionäre Wurzeln haben: Moral fiel nicht vom Himmel.
Das vorliegende Buch ist ein interessanter Beitrag zur evolutionären Ethik. Sein Autor geht „von der Annahme aus, daß die menschliche Moral eine Form der Kooperation ist, insbesondere diejenige Form, die entstand, als Menschen sich an neue und für die Spezies einzigartige Formen der sozialen Interaktion und Organisation angepaßt haben" (S. 13). Moral ist in der Evolution entstanden, weil der Mensch „ein ultrakooperativer Primat ist und vermutlich auch der einzige moralische, … [so] daß die menschliche Moral ebenjene einzigartigen artspezifischen und proximalen Mechanismen umfaßt …, die es den Menschen ermöglichen, in ihren besonders kooperativen sozialen Arrangements zu überleben und zu gedeihen" (S. 13).
Die große Herausforderung für die evolutionäre Ethik liegt in der Frage, wie es kommt, dass das Kleingruppenwesen Mensch Moralsysteme entworfen hat, die auch in anonymen Massengesellschaften ihre Gültigkeit haben. Tomasello entwickelt ein Drei-Stufen-Modell der Moralevolution. Auf der ersten Stufe steht das Mitgefühl für die engsten Angehörigen, Freunde und Kooperationspartner. Die zweite Stufe beschreibt eine „zweitpersonale" Moral, die sich aus der Notwendigkeit gemeinschaftlicher Nahrungssuche ergibt und schließlich zur dritten Moralstufe geführt hat, nämlich zu einer „objektiven" Moral, die mit dem Leben in den Großgesellschaften einer Zivilisation einhergeht.
Man mag den Eindruck gewinnen, dass die Entwicklung der Moral nach Tomasello geradezu mit Notwendigkeit fortschreitet und die in prähistorischen Kleingruppen entstandene „Minimalmoral" notwendig eine immer weitere Verfeinerung erfährt, bis zu funktionierenden Regelsystemen in Großgesellschaften, in denen es der Einzelne in der Hauptsache mit ihm unbekannten Individuen seiner Spezies zu tun hat. Aber sehen wir nicht auf Schritt und Tritt, dass Lüge, Betrug und Täuschung gerade in solchen Großgesellschaften florieren, in denen ja die unmittelbare soziale Kontrolle fehlt und sich Mitgefühl sowie zweitpersonale Moral nicht mehr als verlässlich erweisen? So gesehen – und das ist dem Autor bewusst – könnte man meinen, dass hier ein zu rosiges Bild von Moral und ihrer Entwicklung gezeichnet wird, welches die Allgegenwart von Unmoral ausgeblendet erscheinen lässt. So bleibt der Leser mit der etwas vagen „Botschaft" des Autors zurück: Wir „sollten … einfach staunen und die Tatsache feiern, daß … die Moral irgendwie gut für unsere Spezies, unsere Kultur und uns selbst zu sein scheint – zumindest bis jetzt" (S. 246 f.). Mit anderen Worten: Bei allem Egoismus und aller Bösartigkeit, wozu Menschen fähig sind, sollten wir einsehen, dass es sich auszahlt, moralisch zu handeln.
Auf jeden Fall hat Tomasello mit diesem handlichen Band einen lesenswerten Beitrag zur evolutionären Ethik geliefert. Das Buch weist eine klare Gliederung (in fünf Kapitel) auf und enthält ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein umfassendes Register. Seine Lesbarkeit macht es auch als Einstieg in die evolutionäre Sichtweise der Moral geeignet.

Prof. Dr. Franz M. Wuketits, Wien

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Bruno P. Kremer, Thomas Merz:
Naturparadies Mittelrhein – 21 ausgewählte Erlebnistouren zwischen Rüdesheim und Bonn.

„Der schönste Landstrich von Deutschland … sind die Ufer des Rheins"
, schrieb einstmals der deutsche Dramatiker Heinrich von Kleist (1777 – 1811). Als Sinnbild der Romantik war „Vater Rhein" in Liedern und Gedichten seiner Zeit allgegenwärtig und gehörte bald zum touristischen Standardprogramm des Bildungsbürgers. Auch heute noch ist die Faszination des nach Donau und Wolga längsten und wasserreichsten Flusses Europas ungebrochen. Einen Reiseführer der besonderen Art über das landschaftlich und kulturgeschichtlich gleichermaßen interessante „Naturparadies Mittelrhein" haben nun Bruno P. Kremer und Thomas Merz vorgelegt. Letzterer ist Diplom-Biologe und zertifizierter Natur- und Landschaftsführer für das Obere Mittelrheintal. Der ehemalige Hochschullehrer Kremer ist u. a. als Autor verschiedener Natursachbücher und Naturführer bekannt.
Wie auch die Rheinromantik so beschränkt sich das Autorenduo in seiner Darstellung auf das Mittelrheintal, das sich von Bingen im Süden bis nach Bonn im Norden erstreckt. Nach einer kurzen Einführung in Geschichte und Bedeutung des Flusses – dieser ist beispielsweise einer der am stärksten beanspruchten Verkehrskorridore der Welt – werden die Landschaft und der Naturraum des Mittelrheins vorgestellt. Dieser bildet als Durchbruch durch das Rheinische Schiefergebirge ein enges Tal, das die beiden Ebenen des Oberrheingrabens und der Niederrheinischen Bucht (mit dem Norddeutschen Tiefland) miteinander verbindet. Aufgrund dieser Tallage findet sich entlang des Mittelrheins vergleichsweise wenig Industrie. Auch wurde dieser Flussabschnitt kaum begradigt und konnte sich deshalb bis heute seinen Charme erhalten. Inzwischen gehört er zum UNESCO-Kulturerbe.
Der einführende Teil umfasst knapp ein Viertel des Buches und geht auf alle wesentlichen Aspekte rund um den Kultur- und Naturraum des Mittelrheins ein, der sich in die drei Abschnitte Oberes Mittelrheintal (oberes Engtal, von Bingen bis Koblenz), Mittelrheinisches Becken (von Koblenz bis Andernach) und Unteres Mittelrheintal (unteres Engtal, von Andernach bis Bonn) einteilen lässt. Dazu gehören u. a. die Hydrographie, Geologie, Erdgeschichte und das Klima, das sich in den 100 Kilometern Luftlinie des Mittelrheintals in Nordsüdrichtung auffallend verändert. Während im Ausläufer der Niederrheinischen Bucht um Köln/Bonn ein fast mediterranes Klima mit milden Wintern, geringen Temperaturschwankungen und viel Niederschlag herrscht, verzeichnet man am nördlichen Ende des Oberrheingrabens ein eher kontinentales Klima mit kalten Wintern und trockenen, heißen Sommern.
Im verständlich aufbereiteten Text finden sich nach bewährter „Kremer-Manier" allerlei interessante und überraschende Fakten, etwa dass der – zum Glück längst stillgelegte – Kernreaktor Mülheim-Kärlich auf einem Vulkanschlot steht. Übersichtliche Schemazeichnungen, Photos und farblich hinterlegte Infoboxen runden diesen Teil des Werks ab. Lediglich eine Übersichtskarte über den gesamten Rhein hätte man sich zu Beginn des Buches wünschen können.
Das Kernstück des Buches bilden die 21 Erlebnisttouren, die von Rüdesheim bei Bingen bis Bonn über den gesamten Abschnitt des Mittelrheins verteilt sind. Auf zwischen acht und zwanzig Seiten pro Tour wird die jeweilige Wanderstrecke unter Einbezug besonderer Erlebnisinhalte wie Burgen, Denkmäler und Hinterlassenschaften aus römischer Zeit detailliert beschrieben. Ein Höhenprofil und weitere Angaben zur Wanderstrecke ermöglichen die Auswahl einer jeweils passenden Route. Dabei enthält das Buch sowohl Vorschläge für kürzere Ausflüge mit unter fünf Kilometern Laufstrecke als auch solche für längere Wanderungen mit mehr als 15 Kilometern. Weiterhin werden für jedes Gebiet charakteristische Tier- und Pflanzenarten mit Farbphotos vorgestellt und besonders interessante Arten in Infoboxen hervorgehoben. So erfährt man beispielsweise wie die Haus-Dachwurz zu ihrem Namen gekommen ist. Ihre Anpflanzung auf dem Dach war in der Landgüterverordnung von Karl dem Großen gefordert, da sie eine Schutzwirkung vor Blitzschlag besitzen sollte. Als letzte Tour fasst eine Schiffsfahrt von Bingen nach Koblenz noch einmal alle am Flussufer gelegenen Sehenswürdigkeiten zusammen. Da der Reiseführer in jedes Reisegepäck passt, lässt sich das angelesene Wissen unterwegs jederzeit auffrischen. So werden an Natur und Geologie Interessierte Naturparadies Mittelrhein auf ihrer Rheinreise nicht missen wollen.

Dr. Larissa Tetsch, Maisach

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Ranga Yogeshwar:
Nächste Ausfahrt Zukunft. Geschichten aus einer Welt im Wandel.

Auf eine Reise in die Gegenwart nimmt uns der bekannte Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar in seinem neuen Aufklärungsbuch Nächste Ausfahrt Zukunft mit. Das mag angesichts des Buchtitels zunächst widersprüchlich klingen, aber tatsächlich überzeugen die als Untertitel genannten „Geschichten aus einer Welt im Wandel" vor allem durch ihre kluge Analyse unseres aktuellen Status quo. Ob Themen wie die digitale Revolution, Fortschritte in der Gentechnik (bei der die CRISPR/Cas-Methode als „Quantensprung" bezeichnet wird, seiner ursprünglichen physikalischen Bedeutung widersprechend), die Zukunft des Buches, Elektromobilität oder die Entwicklung der künstlichen Intelligenz – der Diplomphysiker Yogeshwar ordnet verständlich und sprachlich überzeugend die gegenwärtigen Entwicklungen immer auch in die Entwicklung der Menschheitsgeschichte ein.
Sehr schön beschreibt er beispielsweise, wie ein defekter, digitaler Kaffeeautomat den Alltag des modernen Homo sapiens beeinflussen kann. Der Kaffeeautomat versinnbildlicht dabei die übertechnisierte Welt, die uns immer mehr umgibt, und steht symbolisch für abgekapselte Automotoren oder Autoscheinwerfer, die heutzutage nicht mehr ohne Spezialwerkzeuge geöffnet oder ausgetauscht werden können. Seine Botschaft: „In nur zwei Generationen sind wir als ehemals fast autarke Selbstversorger zu abhängigen Konsumenten geworden." Und unsere immer komplexer werdende Welt wandelt sich immer schneller, Yogeshwar spricht von synergetischen Beschleunigungseffekten.
An vielen weiteren Beispielen zeigt er, was der Entdeckergeist und Fortschrittsglaube der Menschen schon in der Vergangenheit bewirkt und erreicht hat, welche Konsequenzen und Folgen aber der aktuelle Wachstumswahn – speziell das Wirtschaftswachstum („Ökonomie wird zum Religionsersatz") – für uns in vielen Lebenssituationen hat. Er spricht dabei den Leser häufig direkt an und erklärt plausibel und mahnend – ohne jedoch belehrend zu wirken – dass es in mancherlei Hinsicht wegen durchaus besorgniserregender Entwicklungen schon 5 vor 12 ist, wir aber dennoch aus seiner Sicht immer noch die Chance haben, unsere Zukunft in dieser von Hyperwachstum getriebenen Turbomoderne selbst zu gestalten.
Im Kapitel „Autonome Maschinen" teilt er seine Erfahrungen in einem autonom fahrenden Auto, beschreibt bildhaft das Trolley-Problem („Weichenstellerfall") und greift auf die griechische Antike mit dem Buphnia-Opfer (Ochsenmord) zurück. Er bezieht klare Position zu Killerdrohnen und Innovationen mit Bedrohungspotential und fordert: „Anders als bei chemischen Waffen oder Atombomben, die erst nach ihrem Einsatz geächtet wurden, sollten wir dieses Mal schneller handeln und entsprechende Verbote bereits im Vorfeld formulieren."
Die Darstellung aktueller Entwicklungen liest sich flüssig und unterhaltend, allerdings vermeidet der Autor oft eine Projektion in die Zukunft. Er deutet vielfach zwar an, was uns in den nächsten Jahren erwarten könnte, wagt sich allerdings nicht zu weit aus dem Fenster. Er begründet dies in einem Kapitel („Und sie irren sich doch") damit, dass Zukunftsprognosen schon immer fehlerhaft gewesen seien und Futurologen trotz schöner bunter Vorträge, der Entwicklung neuer Modewörter und teurer Zukunftsworkshops ein falsches Bild der Zukunft malten. Er schlägt daher sogar eine „Geld-zurück-Garantie vor, die nach zehn Jahren fällig wäre, falls es doch anders komme als von den Zukunftsforschern behauptet". Kein schlechter Gedanke, möchte man meinen.
Der Wissenschaftsjournalist spart auch nicht an Kritik. Nicht gut weg kommt etwa das einst als digitale Innovationsschmiede für disruptive Technologien gestartete Silicon Valley, bei dem es aus seiner Sicht längst nicht mehr darum geht, unsere Welt zu verbessern. Der Kompass des Fortschritts dieser Datenkrake orientiere sich vielmehr am Geld und am Gewinn der Investoren und natürlich an der Transparenz der Privatsphäre seiner Kunden, nämlich uns. Von Werkzeugen der ökonomischen Gier und digitaler Alchemie wird in diesem Zusammenhang gesprochen und dass wir schon längst in den Klauen der mächtigen Algorithmen der Computer sind.
Ein Manko des Buches ist, dass Yogeshwar neben dem nur verhaltenen Blick in die Zukunft auch Recycling im eigenen Sinne betreibt. Seine Reportagen etwa von seinen Besuchen in den radioaktiv verseuchten Atomruinen von Tschernobyl und Fukushima erzeugen zwar Gänsehaut, jedoch fehlt ein Ausblick auf die Entwicklung der erneuerbaren Energien. Dies liegt auch an der Zusammenstellung der Geschichten. Denn Yogeshwar recycelt oft ältere Texte. Wenn Artikel aus der FAZ von 2013 (z. B. „Mein digitaler Verrat – ein Überwachungsselbstversuch") oder von Redemanuskripten aus 2009 (z. B. „Wie ich beschloss, Mondastronaut zu werden") stammen, erfüllt dies nicht den Anspruch eines taufrischen Blicks auf den Wandel unserer Zeit und darf ein bisschen als Mogelpackung bezeichnet werden.
Fazit: Ranga Yogeshwar gibt auf fast 400 Seiten einen kurzweiligen, spannenden, informativen, bisweilen philosophischen und sehr persönlichen Überblick über viele gesellschaftsrelevante und wissenschaftlich-technologische Themen, streift diese aber naturgemäß nur oberflächlich. Anders als bei monothematisch angelegten Sachbüchern zum Klimawandel, zur Gentechnik oder zum Bevölkerungswachstum, darf man von diesem Buch keine Detailtiefe erwarten. Vielmehr regt es zum Nachdenken an, besonders zum Nachdenken über das eigene Verhalten in dieser schnelllebigen und hochtechnisierten Welt. Denn noch, da ist Yogeshwar zuversichtlich, haben wir die Freiheit, unsere Zukunft selbst zu gestalten: „Es gibt gute Gründe, optimistisch zu sein. Wir werden zu Gestaltern unserer Welt und genau darin liegt unsere Chance."

Dr. Jörg Wetterau, Neuberg

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