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    Medizin aus dem Meer
     
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    Gerhard Drews
    Die Besonderheit großer DNA-Viren
     
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     KONZEPTE UND GESCHICHTE
   
    Manfred Vasold
    Das Eintreten der ersten Monatsblutung – Ein Beitrag zur körperlichen Reifung von jungen Frauen
     
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    ASTRONOMIE
    Wer entdeckte die Expansion des Universums?
    Typ-Ia-Supernova-Überrest ohne Ex-Begleitstern
     
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    Aufstieg von Kimberlit dank Silicat-Aufnahme
     
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    Mikrobielles Ethanol aus Seegras
     
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    WAHRNEHMUNG UND WAHRNEHMUNGSTÄUSCHUNG
    Was wir nicht wahrnehmen, obwohl es die Augen „sehen": ein direkter Blick auf die eigene Netzhaut
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Komplexes Molekül bewegt sich durch elektrische Anregung Separation von Pigmentzellen Elektrochemische Auflösung von Platin in ionischer Flüssigkeit Wanderalbatrosse ändern ihre Nahrungssuche mit dem Klimawandel Bisher unbekannte invasive Stechmücken im Oberrheingebiet Schmallenberg-Virus Kompetenzzentrum Rotorblatt
 
    GDNÄ
   

Niederschrift der Mitgliederversammlung der
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V
.
am 20. September 2010 im Hörsaalzentrum der Universität Dresden
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    BÜCHER UND MEDIEN
     
    Buchbesprechungen
   

Jost Lemmerich (Hrsg.):
Mein lieber Sohn! Die Briefe von Max von Laue an seinen Sohn Theodor in den Vereinigten Staaten von Amerika 1937 bis 1946. Mit zwei Beiträgen von Christian Matthaei

Eberhard W. Machens:
Hans Merensky – Geologe und Mäzen

Karl Wulff:
Bedrohte Wahrheit: Der Islam und die modernen Naturwissenschaften

Daniel Dreesmann, Dittmar Graf, Klaudia Witte:
Evolutionsbiologie – Moderne Themen für den Unterricht

Gerhard Gottschalk:
Bakterien rüsten auf. EHEC & MRSA
 

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    Stichwort: Renaturierungsökologie
    Retrospektive: Universalität des genetischen Lebenscodes
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Medizin aus dem Meer

Das Wissen um die Wirkung natürlicher Substanzen zur Therapie von Krankheiten reicht Jahrtausende zurück. Heilmittel wurden teils aus anorganischen, pflanzlichen oder, in geringerem Maße, tierischen Bestandteilen gewonnen. Seit einigen Jahrzehnten richtet sich das Interesse der Forschung zunehmend auch auf marine Organismen, deren Entdeckung, Erforschung und Nutzbarmachung erst durch sich stetig verbessernde Techniken möglich wurde. So konnte man in den Jahren von 1998 bis 2006 aus marinen Organismen über 1200 pharmakologisch aktive Substanzen isolieren. Diese lassen sich allerdings nur dann medizinisch nutzen, wenn sie nachhaltig und in ausreichender Menge produzierbar sind.
 

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    Die Besonderheiten der großen DNA-Viren

Das typische Bild von Viren entspricht dem extrem kleiner parasitärer „Partikel", die zu keiner selbstständigen Vermehrung imstande sind. Zu ihrer Isolierung werden routinemäßig Feinfilter mit Porendurchmessern von weniger als 0,2μm eingesetzt, die Bakterien, Algen usw. zurückhalten. Dies und der Umstand, dass sich die Forschung lange Zeit ausschließlich auf krankheitserregende Viren konzentrierte, dürften die Haupt-ursachen dafür sein, dass erst in den vergangenen Jahren sog. große DNA-Viren entdeckt wurden, auf die die oben genannte Definition in vielen Punkten nicht zutrifft. Eine Theorie zu ihrer Entstehung besagt, dass sie aus einem ursprünglich selbstständigen Organismus oder einem „Riesenvirus" durch den Verlust nicht benötigter Gene hervorgegangen sind, eine andere geht davon aus, dass viele der Gene im Lauf der Zeit von Wirtsorganismen „übernommen" wurden. Es gibt jedoch einen Satz von 47 ursprünglichen, konservierten Genen, die von einem – vermuteten – gemeinsamen Vorfahren stammen. Anhand dieser Gene fasst man eine Reihe großer DNA-Viren, die sog. großen nucleocytoplasmatischen DNA-Viren (NCLDV – nucleo-cytoplasmatic large DNA viruses) als monophyletische Gruppe auf. Unklar ist der Status der kürzlich entdeckten DNA-Viren Mama-virus und Marseillevirus.
 
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    Das Eintreten der ersten Monatsblutung – Ein Beitrag zur körperlichen Reifung von jungen Frauen

Analysen der demographischen Entwicklung der Bevölkerung anhand verschiedener Merkmale wie Körpergröße, Gesundheitszustand, Lebenserwartung oder Erreichen der Zeugungsfähigkeit lassen klare Tendenzen erkennen. So werden die Menschen in Europa heute im Schnitt 10 cm größer als noch vor 200 Jahren. Derartige Verschiebungen betreffen nicht in allen Fällen die gesamte Bevölkerung. Je weiter man in die Vergangenheit zurückgeht, desto schlechter wird im Allgemeinen die Datenlage; dies gilt besonders für Frauen, da diese weniger im öffentlichen Interesse standen. Die Menarche als demographisches Merkmal bietet die Möglichkeit, den Eintritt der körperlichen Reife im Wandel der Zeit spezifisch für Frauen zu illustrieren.
 
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