NR-aktuell  
     
     
   
    ÜBERSICHT
   
    Alexander Ströhle
    Vitamin D – ein „archaischer“ Steroidabkömmling im Blickfeld der aktuellen Ernährungsforschung
     
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     KONZEPTE UND GESCHICHTE
   
    Gerhard Medicus
    Welchen Beitrag leisten die Geisteswissenschaften für den interdisziplinären Dialog zwischen den Humanwissenschaften?
     
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    Rundschau
     
    PHYSIK UND MATERIALWISSENSCHAFTEN
    Trennung von Ortho- und Parawasser im Magnetfeld
    Elektrisch gut leitende, durchsichtige Graphenfilme aus Graphenoxid
     
    PROTEINFORSCHUNG
    Röntgenkristallographie von Protein-Nanokristallen im Femtosekundenbereich
    Kritik am Reaktom-Array
     
    GEOLOGIE
    Die geotektonische Konstellation bei der Auslösung des Japan-Erdbebens
     
    PALÄONTOLOGIE
    Geschlechtsdimorphismus und reptilische Fortpflanzung bei Flugsauriern
     
    HUMAN-EVOLUTION
    Der Ursprung des Homo Sapiens im Lichte paläogenetischer Daten
    Moderner Mensch: Evolution in kleinen Schritten
     
    ZOOLOGIE
    Evolution der Ringelwürmer
    Wiederentdeckung der Linsenfliege
    Geruchsorientierung bei Taube
    Signale für Giftigkeit bei Pfeilgiftfröschen
    Die Pilze in den Pilzgärten der Blattschneiderameisen
    Skorpione nutzen ihre UV-Fluoreszenz
     
    FUNKTIONELLE MORPHOLOGIE
    Ultraschnelle Saugfallen beim fleischfressenden Wasserschlauch
     
    MIKROBIOLOGIE
    Räumliche Organisation der Boten-RNA
     
    MEDIZIN
    Mikro-RNAs: Neue Waffen gegen Krebs?
     
    CHEMISCHE PHÄNOMENE IN DER NATUR
    Schwarzfärbung von Äckern
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Klimageschichte und gesellschaftliche Veränderungen Verlust des Arktischen Meereises Beschichtungen auf medizinischen Implantaten  Bekleidung für Piloten der Solar Impulse Fluoreszenztomographie Mikrowellensensor zur Entdeckung von Brandherden Kapillarverhalten in Schwerelosigkeit Neutrinoforschung an Gadolinium-152 
 
     
    BÜCHER UND MEDIEN
     
    Buchbesprechungen
   

Volker Lässing:
Den Teufel holt keiner! Otto Hahn und das Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Tailfingen.

Jürg Alean:
Gletscher der Alpen.

Laurent Laveder, Didier Jamet:
Blick in den Himmel – Lichterscheinungen und Himmelskörper beobachten und fotografieren.

Hildegard Kurt:
Wachsen! Über das Geistige in der Nachhaltigkeit

Braam van Wyk, Piet van Wyk, Ben-Erik van Wyk:
Photo Guide to Trees of Southern Africa.

 

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Vitamin D – ein „archaischer“ Steroidabkömmling im Blickfeld der
aktuellen Ernährungsforschung

Unter den Vitaminen nimmt Vitamin D eine Sondestellung ein, handelt es sich doch nicht um eine einzige Substanz, sondern um eine Gruppe von Verbindungen, die als Calciferole bezeichnet werden. Außerdem entspricht es nicht der klassischen Definition, nach der ein Vitamin mit der Nahrung aufgenommen werden muss: Vitamin D kann vielmehr vollständig und in ausreichendem Maße im menschlichen Körper gebildet werden, sofern die Haut nur genügend UV-B reichem Licht ausgesetzt ist. Die Fähigkeit zur lichtinduzierten Bildung ist keineswegs auf den Menschen beschränkt, was Anlass zu evolutionsbiologischen Überlegungen gibt: Vermutlich dienten Vitamin-D-Verbindungen primär dem Schutz von Nucleinsäuren und empfindlichen Proteinen vor der UV-Strahlung, später kamen Funktionen für die Regulation des Calcium- und Phosphathaushalts und damit auch für die Skelettbildung hinzu. Verbindungen der Vitamin D-Familie sind darüberhinaus wichtige Regulatoren der Genexpression. Sie entfalten damit eine Reihe extraskelettaler Wirkungen unter anderem auf die Insulinausschützung, die Regulation des Zellzyklus und der Modulation der Immunfunktionen. Der Beitrag diskutiert auch die Frage der Vitamin-D-Supplementierung und Dosis-Empfehlung.

 

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    Welchen Beitrag leisten die Geisteswissenschaften für den interdisziplinären Dialog zwischen den Humanwissenschaften?
Die Humanwissenschaften gehören zu den Geistes- wie zu den Naturwissenschaften, so dass sie dazu prädestiniert sind, den Dialog zwischen diesen „beiden Kulturen“ anzuregen, um die immer wieder beklagte Kluft zwischen ihnen zu überbrücken. Nachdem der Autor in einem früheren Beitrag die naturwissenschaftliche Seite der Humanwissenschaften betrachtet hat, stehen hier geisteswissenschaftliche bzw. philosophische Aspekte der Humanwissenschaften im Vordergrund. Vier gleichermaßen dem Rationalismus und dem Empirismus verpflichtete Konzepte werden herausgehoben, die Grundlagen für einen fruchtbaren Dialog legen können: Karl Poppers evolutionärer Algorithmus von Versuch und Irrtum, Nicolai Hartmanns Schichtenbau des realen Seins, der vom Materiellen zum Geistigen führt, Norbert Bischofs Einsicht in die Notwendigkeit, Evidenzgrade und Gewissheitsansprüche zu unterscheiden und ihnen einen je eigenen legitimen Geltungsbereich zuzuordnen, und David Humes Analyse des naturalistischen Fehlschlusses.

 

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