NR-aktuell  
     
     
    ÜBERSICHT
   
    Friedrich J. Zeller, Sai L. K. Hsam
    Die Domestizierung der für die Menschheit wichtigsten Getreidearten Mais, Weizen und Reis – Geschichte und Perspektiven 
     
    mehr ...
     
    KONZEPTE UND GESCHICHTE
   
    Wolfgang Hilberg:
    Eine echte Denkmaschine - Repräsentation und Manipulation von Worten und Gedanken in einem neuronalen Netzwerksystem
     
    mehr ...
     
    FORUM
   
    Leserbriefe und Kommentare 
     
    mehr ...
     
     
    Rundschau
     
    PHYSIK
    Erste Hochenergie-Protonenkollisionen am CERN
     
    MATERIALFORSCHUNG
    Spinnenseide als Wasserfänger
     
    CHEMIE DER ATMOSPHÄRE
    Abfangen und Umwandlung von atmosphärischem Kohlendioxid
     
    UMWELTTOXIKOLOGIE
    Langzeitschäden bei Seelöwen nach Algenblüte
    Abwasserbelastung durch Arzneimittelproduktion
     
    GEOWISSENSCHAFTEN
    Kein Paradoxon der blassen jungen Sonne
    Zum Aussterben der pleistozänen Megafauna in Australien und Nordamerika
    Zur Dinosaurierabstammung der Vögel
     
    METEOROLOGIE
    Historische Wetterdaten neu aufbereitet
     
    PALÄOANTHROPOLOGIE
    Eine neue Menschart aus dem Altai-Gebirge?
     
    10 JAHRE HUMANGENOM
    Genomweite Untersuchung der Mitose
    Sind regulatorische Netzwerke für die Erforschung zu komplex?
     
    VIROLOGIE
    Bornaviren hinterlassen Spuren in Nervenzellen
     
    GENETIK
    Zell-autonome Geschlechtsentwicklung beim Huhn
     
    ÖKOLOGIE
    Klimawandel und Biozönosen
     
    NEUROPSYCHOLOGIE
    Kontrolliertes Löschen angstauslösender Erinnerungen
     
    MARINE ART DES MONATS
    Guinardia delicatula, eine Kieselalge macht sich breit zum Beitrag ...
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Gravitationsrotverschiebung bestätigt — Elektrische Oberflächen beeinflussen Gefrierpunkt des Wassers Optiken aus ORMOCER — Ionenfallen zur Untersuchung schwerster Elemente — Detergentien in Nano-Emulsione — Pappelholz als Energieträger — Detektorreuse für Aale
     
     
    BÜCHER UND MEDIEN
     
    Buchbesprechungen
   

Eberhard Teuscher, Ulrike Lindequist: Biogene Gifte. Biologie-Chemie-Pharmakologie-Toxikologie.

Esther V. Schärer-Züblin (Hrsg.): Forschung und Ernährung – ein Dialog.

Bruno P. Kremer: Der Rhein. Von den Alpen bis zur Nordsee.

Jörg Schindler, Martin Held unter Mitarbeit von Gerd Würdemann:
Postfossile Mobilität – Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil.

Rolf Schlenker: Bibliographie der deutschen Fisch- und Fischereiliteratur von 1498-1850.


 

    Neuerscheinungen
     
    PERSONALIA
    Todestage
    Geburtstage
    Akademische Nachrichten
    Ehrungen
     
    SERVICE
    Tipps und Hinweise
    Nachrichten aus dem Internet
    Veranstaltungen
     
    NR
    Stichwort: Mechanismus
    Retrospektive: Licht und Schatten bei Robert Koch
    Vorschau, Impressum
     
   
   
   

Die Domestizierung der für die Menschheit wichtigsten Getreidearten Mais, Weizen und Reis – Geschichte und Perspektiven         
Aus drei unterschiedliche Regionen der Welt stammen drei bei weitem wichtigsten Getreidearten. Über die Hälfte der direkt vom Menschen genutzten Nahrungsenergie beruht auf ihnen. Während der Reis fast ausnahmslos der menschlichen Ernährung dient, wird Mais - und in den Industrieländern auch der Weizen – in großem Umfang als Viehfutter und zur Erzeugung von industriellen Rohstoffen angebaut. Die vergleichende Übersicht stellt die Geschichte der Domestizierung vor. Die züchterische Verbesserung führte jeweils zur Herausbildung von Merkmalskomplexen (Domestikationssyndromen), die bemerkenswerte Parallelen aufweisen. Sie lassen sich auf wenige Mutationen zurückführen, die anfangs intuitiv, später zunehmend auf Beobachtung und genetischem Wissen beruhend, genutzt wurden. Auch heute, in Zeiten der Gentechnik, hat die konventionelle züchterische Verbesserung durch Einkreuzen verschiedener Sorten und Wildbestände eine große Bedeutung. Während von Mais und Reis das komplette Genom bekannt ist, sind vom Saatweizen bislang nur Teilsequenzen bekannt, was mit seiner Herkunft aus drei Arten zusammenhängt.
 

    zurück zum Anfang
   
   
   

Eine echte Denkmaschine – Repräsentation und Manipulation von Worten und Gedanken in einem neuronalen Netzwerksystem
Bislang sind die Versuche gescheitert, eine Maschine zu bauen, die wie ein Mensch zu echten Denk- und Sprachleistungen fähig ist. Der Autor stellt ein neues Konzept vor, das sich vom Vorbild Computer löst. Es wird davon ausgegangen, dass die Neuronen des Gehirns nicht mit einem „Neuronen-Code“ arbeiten, nach dem man vergeblich gesucht hat. Ausgehend von der Idee des Neurobiologen A. Damasio, dass komplexe Informationen (wie Gedanken) topographisch repräsentiert werden, wurden neuronale Netzwerke entworfen, in denen sprachliche Information in charakteristischen Netzwerkstrukturen eines hierarchischen Systems repräsentiert ist. Sie ermöglichen eine abstrahierende Verdichtung mit dem Ergebnis, dass am Ende ein einzelnes Neuron ein Wort, einen Gedanken oder einen Satz repräsentiert, und einen Umkehrprozess, der mit Hilfe der Prädiktion wieder zur Formulierung von Worten und Sätzen führt. Simulationen mit derartigen Netzwerken bestätigen, dass man mit ihnen nicht nur komplizierte Texte erfassen und sie als Gedanken in wenigen künstlichen Neuronen repräsentieren kann, sondern dass sich mit dieser Methode für die Gedanken auch Sätze gleichen Inhalts, aber verschiedener Form generieren lassen.

 

    zurück zum Anfang