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    Peter Löser, Bettina Hanke, Berlin, Anna M. Wobus:
    Humane pluripotente Stammzellen –
Perspektiven ihrer Nutzung und die Forschungssituation in Deutschland
     
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    Klaus Schönitzer
    Johann Baptist von Spix (1781–1826)
Brasilienforscher und Gründer der Zoologischen Staatssammlung München
     
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Humane pluripotente Stammzellen – Perspektiven ihrer Nutzung und die Forschungssituation in Deutschland
Stammzellen stehen seit Jahren im Mittelpunkt der internationalen biomedizinischen Forschung. Insbesondere embryonale Stammzellen, die sich zu beliebigen Zelltypen eines Körpers differenzieren können, verheißen ungeahnte Möglichkeiten, kranke Zellen und Organe ersetzen zu können. Da für ihre Erzeugung menschliche Embryonen benötigt werden, ist diese Forschung ethisch umstritten, weshalb man nach alternativen Möglichkeiten sucht. In der Grundlagenforschung arbeitet man daher oft mit Tiermodellen. Große Hoffnung für die Forschung und vor allem für eine therapeutische Anwendung setzt man auf humane induzierte pluripotente Stammzellen. Dies sind differenzierte Körperzellen, die gleichsam in einen embryonalen Zustand zurückversetzt wurden und damit einen hohen Grad an Differenzierungspotential zurückgewonnen haben. Die Autoren geben einen Überblick des aktuellen Forschungsstandes auf nationaler und internationaler Ebene. Zwei Tatbestände verdienen hervorgehoben zu werden: In der Grundlagenforschung können embryonale Tierzellen menschliche Zellen nicht vollkommen ersetzen. Und entgegen der Erwartung haben induzierte pluripotente Stammzellen die embryonalen Stammzellen bei der Grundlagenforschung nicht verdrängt.

 

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    Johann Baptist von Spix (1781–1826)
Brasilienforscher und Gründer der Zoologischen Staatssammlung München
Der aus Höchstadt an der Aisch stammende Zoologe von Spix ist ein typischer Vertreter der von der deutschen Naturphilosophie beeinflussten Generation von Naturkundlern. Nach seiner Promotion zum Doktor der Medizin verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zunächst als praktischer Arzt. Sein anhaltendes Interesse an der Zoologie und grundlegenden naturphilosophischen Fragen verschaffte ihm Anerkennung, so dass er 1808 das Angebot erhielt, in München das Naturkabinett der Bayerischen Akademie der Wissenschaften nach neuen Gesichtspunkten aufzubauen. Unter seiner Ägide wurde das Kabinett ausgegliedert und zu einer modernen Sammlung ausgebaut – die Geburtsstunde der Zoologischen Staatssammlung München, die in diesem Jahr ihr 200jähriges Bestehen feiert. Berühmt und bewundert wurde er aber für seine zusammen mit dem Botaniker Carl Friedrich Philipp Martius durchgeführte Brasilienexpedition von 1817 bis 1820, deren wissenschaftliche Ausarbeitung er leider wegen seines frühen Todes, sehr wahrscheinlich verursacht durch die Strapazen und eine Reihe von Tropenkrankheiten, nur wenige Jahre begleiten konnte.

 
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