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Jean-Baptiste de Lamarck (1744–1829) sein Werk und seine Bedeutung für die Wissenschaft vom Leben

Das Jahr 2009 gab nicht nur Anlass, auf vielfältigste Weise an Charles Robert Darwin zu erinnern: In dessen Geburtsjahr, vor nun 200 Jahren, legte der Franzose Jean-Baptiste de Lamarck seine Philosophie zoologique der Öffentlichkeit vor. Mit seinem Namen verbindet sich heute vor allem das Schlagwort Lamarckismus, das meist eher negative Assoziationen weckt. Auch zu seinen Lebzeiten erfuhr sein Werk neben Anerkennung zugleich auch schroffe Ablehnung, vor allem durch den damals führenden Paläontologen Georges Cuvier. Auch wenn Lamarck im Schatten von Darwin steht, so gebührt ihm das große Verdienst, dem Evolutionsdenken die Tür geöffnet zu haben. Zudem legte er bleibende Grundlagen für die Systematik der Wirbellosen Tiere. Der Erinnerung würdig sind auch seine Überlegungen zur Biologie als eigenständige Wissenschaft, in denen man die Umrisse einer theoretischen Biologie erkennen kann.
 

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Stichel als Indikator für die Entwicklung der Rechtshändigkeit

Was der Mensch sei und was ihn vor allen anderen Lebewesen auszeichnet, ist eine in der Anthropologie und Philosophie immer wieder diskutierte Frage. Auch wenn der Gebrauch von Werkzeugen keineswegs auf den Menschen beschränkt ist, so besteht kein Zweifel, dass dieser die Welt mit seinem handwerklichen Geschick weit mehr geprägt hat, als alle anderen Lebewesen. Die präzise Benutzung der Hand setzt eine feinmotorische Steuerung voraus. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Hirnentwicklung und manipulatorische Fähigkeiten in der Menschheitsentwicklung „Hand in Hand“ gingen. Auf einen solchen Zusammenhang weist die Asymmetrie im Gebrauch der Hände und die arbeitsteilige Differenzierung der Großhirnhälften hin. In heutigen Populationen überwiegt die Rechtshändigkeit bei weitem. Das war nicht immer so, wie einfache asymmetrische Steinwerkzeuge, die Stichel, belegen, die über einen langen Zeitraum benutzt wurden.
 

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