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    Christian Körner
    Wald, Biodiversität und CO2 – Überraschungen sind sicher  
   

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    Johannes Seidemann
    Das Fensterblatt Monstera deliciosa – eine wenig bekannte Obstpflanze
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    Das Large Binocular Telescope
    Allende-Meteorit und die Frühgeschichte des Sonnensystems
     
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    Thomas Junker:
Die zweite Darwinsche Revolution.

Manfred Reitz:
Auf der Fährte der Zeit.

Karl-Heinz Linne von Berg, Michael Melkonian:
Der Kosmos-Algenführer

 
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    Stichwort: Eugenik
   

Retrospektive

    Vorschau, Impressum
     
    GEOMAX 9
    Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Winter 2004)
     
    Christina Beck:
    Die Magie des Magnetfelds – Forschen am Mittelpunkt der Erde  
     
   
   
    Wald, Biodiversität und CO2 – Überraschungen sind sicher

Während die breite Öffentlichkeit unter dem Stichwort „Treibhausgas Kohlendioxid“ in erster Linie an mögliche künftige Klimaänderungen denkt, hat die CO2-Anreicherung der Luft direkte Auswirkungen auf den Stoffwechsel von Pflanzen, was längst zu einem schleichenden Wandel in der Vegetation geführt hat. Im Laborversuch führt ein erhöhtes CO2-Angebot zu einer gesteigerten Photosyntheserate und einer vermehrten Kohlenstoffspeicherung in der Pflanze. Außerdem reduziert sich die Öffnungsweite der Stomata, was zu einer Verminderung der Transpiration führt. Versuche in freier Natur zeigten jedoch, dass diese CO2-Effekte wesentlich komplexer sind als ursprünglich angenommen. Wegen der vielseitigen Wechselwirkungen mit anderen Faktoren führt es in die Irre, die CO2-Auswirkungen unter Bedingungen zu studieren, in denen diese Faktoren künstlich ausgeschaltet sind (gute Wasser- und Nährstoffversorgung, Konkurrenzarmut). Die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Biosphäre verlangt einen systembiologischen Ansatz. Dabei muss die genetische Vielfalt, insbesondere die Artenvielfalt, in die Experimente mit einbezogen werden.

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    Das Fensterblatt Monstera deliciosa – eine wenig bekannte Obstpflanze

Das Köstliche Fensterblatt Monstera deliciosa ist wegen seiner dekorativen Blätter und der einfachen Haltung eine weltweit verbreitete Zimmerpflanze. Ursprünglich aus Mexiko stammend, wird sie seit 1848 auch in europäischen Gärtnereien kultiviert. Die typisch perforierten Blätter - eine Anpassung an das relativ dunkle Dämmerlicht im Urwald – ermöglichen, dass das Sonnenlicht auch tiefer liegende Pflanzenteile erreicht. In Zimmerkulturen blüht das Fensterblatt nur selten, unter tropischen Bedingungen kommt es jedoch zur Ausbildung kolbenartiger Fruchtstände, die als Delikatesse gelten. Der Verzehr dieser Kolben wird allerdings als problematisch angesehen, da Aronstabgewächse toxische Eigenschaften besitzen. Auf jeden Fall sollten nur reife Fruchtstände gegessen werden, da mit der Reifung die Zahl der Schleimhaut reizenden Calcium-Oxalatkristalle abnimmt. Von der Giftzentrale Bonn wird die Monstera-Pflanze als gering giftig eingeschätzt.

 

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