NR-aktuell  
   
   
    ÜBERSICHT
     
    Ludger Rensing, Michael Koch, Peter Ruoff
    Molekulare Mechanismen der neuronalen und immunologischen Gedächtnisse
Neue Erkenntnisse und Übereinstimmungen
 
     
   

mehr ...

     
   
    ÜBERSICHT
     
    Carsten Niemitz
    Labil und langsam – Unsere fast unmögliche Evolutionsgeschichte zum aufrechten Gang

 
    mehr ...
     
     
    FORUM
     
    Leserbriefe
 
     
 
     
    Rundschau
     
    PHYSIK UND TECHNIK
    Neue Einblicke in Phasenübergänge
    Supraleitendes Silicium
    Nanoskalige logische Schaltelemente auf Magnetbasis
     
    CHEMIE UND GEOCHEMIE
    Germanium mit gastfreier Clathratstruktur
    Reduktion von Biomolekülen zu fossilen Kohlenwasserstoffen
    Untersuchungen am Orakel von Delphi
     
    GEOWISSENSCHAFTEN UND PALÄONTOLOGIE
    Funktionsteilung der südlichen Ozeane
    Terrestrische Herkunft der Schlangen
    Das Australopithecus-Kind von Dikika
    Spuren des letzten Neandertalers
    Eisfreie Passage für Paläoindiander?
    Lehmböden als Paten der Tierwelt
     
    BOTANIK
    Ursprung der Photosynthese bei Vorfahren der Cyanobakterien?
    Zellwandpolysaccharide im Blickpunkt der Systembiologie
     
    ORNITHOLOGIE
    Geierforschung auf Höhenflug
     
    ENERGIEWIRTSCHAFT
    Sind Atomkraftwerke rentabel?
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Schwarze Löcher — Röntgenstrahlung von Supernova-Überresten — Monde um Uranus — Grundbausteine des Lebens — Messung von miniaturisierten Bauteilen — Keramische Hochtemperaturbrennstoffzellen — Wachstum von Halbleiterkristallschichten aus einer Gasphase
     
     
    BÜCHER UND MEDIEN
     
    Buchbesprechungen
    Ralf-Dieter Kahlke, Dick Mol:
Eiszeitliche Großsäuger der Sibirischen Arktis

Lisa Randall:
Verborgene Universen

Hanns-Henning Walter:
Der salzige Jungbrunnen

 

    Neuerscheinungen
     
    PERSONALIA
    Todestage
    Geburtstage
    Akademische Nachrichten
    Ehrungen
     
    SERVICE
    Tipps und Hinweise
    Nachrichten aus dem Internet
    Veranstaltungen
     
    NR
    Stichwort: Positivismus
    Retrospektive
    Vorschau, Impressum
     
    TECHMAX 7
    Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Winter 2006)

Roland Wengenmayr:
Evolution im Reagenzglas – wie Forscher an Enzymen feilen

     
   
     
   
   

Molekulare Mechanismen der neuronalen und immunologischen Gedächtnisse
Neue Erkenntnisse und Übereinstimmungen
Alle Lebensvorgänge sind an „Erfahrungsspeicher“ gebunden, die bei Bedarf reaktiviert werden können. Stammesgeschichtliche Erfahrungen sind in den Genen niedergelegt, während individuelle Erfahrung im Gehirn gespeichert wird. Unser Gedächtnis, das ein Erinnern an bewusstes Erleben wie auch an schwer fassbare Stimmungen und frühe Erfahrungen ermöglicht, beruht auf der Aktivierung und Stabilisierung von Schaltstellen (Synapsen) zwischen bestimmten Neuronen. Weniger bekannt ist, dass wir auch über ein immunologisches Gedächtnis verfügen, welches auf T- und B-Gedächtniszellen basiert. Sie reagieren auf pathogene Mikroorganismen oder eine Impfung mit einem spezifischen Muster von Genaktivitäten, das sie über länger Zeit bewahren. Einer erneuten Infektion können sie daher rasch begegnen. Die spezifische Aktivität dieser Zellen wird mit Hilfe von Zell-Zellkontakten initiiert, weshalb in Anlehnung an das Nervensystem von einer immunologischen Synapse gesprochen wird. Der Beitrag hebt auf die Übereinstimmungen ab, nennt aber auch Unterschiede und Erkenntnislücken.

 

    zurück zum Anfang
   
   
   
   

Labil und langsam – Unsere fast unmögliche Evolutionsgeschichte zum aufrechten Gang
Die zweibeinige Fortbewegung ist uns so selbstverständlich, dass sie uns die Probleme vergessen lässt, die mit dem Übergang von einer vierfüßigen (quadrupeden) zu einer bipeden Fortbewegung verbunden sind. Welche Selektionsdrücke mögen initial gewirkt haben, dass aus einem quadrupeden Primaten ein obligatorischer Zweibeiner wurde? Unser Autor stellt die bisherigen Szenarien und Argumente in Frage, etwa, dass die Zweibeinigkeit in einer Steppenlandschaft entstanden sei, und unseren Vorfahren eine bessere Übersicht verschafft habe. Als entscheidend sieht er eine Lebensweise in Gewässernähe an: Bei der Nahrungssuche in Flachgewässern wurde eine aufrechte Körperhaltung hydrostatisch unterstützt, und sie ermöglichte zugleich eine bessere Sicht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Berücksichtigung funktionsmorphologischer, ethologischer, ökologischer, primatologischer und humanbiologischer Disziplinen.

 

    zurück zum Anfang
   
   
   
   
   

 

 

 

.