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Chemische Kommunikation und Partnererkennungsprozesse bei Totengräbern – Einblicke in die Evolution von Signalen
Bei Totengräber-Käfern sorgen in aller Regel beide Eltern für die Aufzucht der Jungen. Zur Brutpflege gehört nicht nur das gemeinsame Eingraben von Aas, das den Larven als Nahrung dient, sondern auch die Verteidigung der Aaskugel vor konkurrierenden Artgenossen und das Füttern der Jungen. Der Bruterfolg hängt von der Kooperation der Partner ab, die durch eine flexible chemische Kommunikation gewährleistet wird. Das Männchen verfolgt dabei eine „opportunistische“ Fortpflanzungsstrategie: Sein Vermögen, ein Weibchen, mit dem es sich gerade gepaart hat, individuell zu erkennen, lässt es ein gegebenenfalls ebenfalls am Aas vorhandenes anderes Weibchen bei der nächsten Kopulation bevorzugen. Später, wenn die Larven geschlüpft sind, gibt es nur noch eine klassifizierende Erkennung zwischen brütenden und nicht-brütenden Käfern. Nun werden alle nicht-
brütenden Käfer attackiert. Die der Kommunikation dienenden chemischen Stoffe stammen offensichtlich aus anderen Funktionskreisen (Verdunstungsschutz, Hormonsystem).

 

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Rettung der Wildfischbestände durch Aquakultur und Domestikation
Die Jahrtausende alte Nutzung aquatischer Organismen hat bislang noch nicht zu einer vergleichbaren Züchtung von unterschiedlich nutzbaren Rassen geführt, wie man es von terrestrischen Tieren und Pflanzen kennt. In den letzten Jahrzehnten hat man Anstrengungen unternommen, vor allem Fische und Krebse in großem Maßstab zu kultivieren. Zur Erzielung einer großen „Produktvielfalt“ hat man aber vor allem darauf gesetzt, möglichst viele verschiedene Arten in Kultur zu nehmen. Der Autor plädiert dafür, die Aquakultur ähnlich wie die Agrikultur zu betreiben und sich auf wenige Arten zu konzentrieren.
Diese sollten vollständig domestiziert werden und dann Ausgangspunkt für die Züchtung unterschiedlicher Rassen sein.
 

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