NR-aktuell  
     
   
     ANKÜNDIGUNG
 


   


23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kristallographie
16. - 19. März 2015 Göttingen

   

 
http://www.dgkristall.de

     
     ÜBERSICHT
   
    Franz M. Wuketits
    Gewalt: Ihre Formen und Ursachen im Wechselspiel von Natur und Kultur
     
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    ÜBERSICHT
   
    Gerhard Drews
    Das Mikrobiom von Termiten − Grundlage der Verdauung von Holz
     
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    KONZEPTE UND GESCHICHTE
   
    Matthias Glaubrecht
    Die Entdeckung und Erforschung von Angkor
     
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    Rundschau
     
    ASTRONOMIE
    Primordiale Gravitationswellen doch (noch) nicht nachgewiesen
    Entfernung zum „Auge Saurons“
     
    MATERIALWISSENSCHAFTEN UND TECHNIK
    Anisotropes Wachstum von Nanokristallen aus Platinlegierungen
    Energiespeicherung mit Titancarbid-Kondensatoren
     
    PALÄONTOLOGIE
    Archaeocyathiden in Bayern entdeckt
     
    ALTERNSFORSCHUNG
    Altern und Telomerlängen bei Torpor und Winterschlaf
     
    TIERPHYSIOLOGIE UND VERHALTEN
    Die Elektrojagd des Zitteraals
    Melatonin steuert das tägliche Auf und Ab des Zooplanktons
    Bürzeldrüsensekret der Dreizehenmöwe enthält Information über MHC-Ähnlichkeit
     
    SYMBIOSEFORSCHUNG
    Holzverdauung beim Schiffsbohrwurm dank symbiontischer Bakterien
     
    MOLEKULARE GENETIK
    Codon-Gebrauch stabilisiert Zelldifferenzierung
     
    PHARMAKOLOGIE
    Neue Hemmstoffe der bakteriellen Zellwandsynthese
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Hydratationsabhängige Fluoreszenz von 2-Aminopurin
    Stoffwechselaktive Bakterien unter antarktischem Festlandeis
    Geruchsstoff von Blut
     
     

 

    BÜCHER UND MEDIEN
     
    Buchbesprechungen
   


Bernhard Zepernick:
Die Mitglieder der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin 1773 bis 1973

Helmut Hornung:

Wunderbarer Sternenhimmel. Das Weltall entdecken und verstehen.

Marcelo R. Sánchez-Villagra:
Embryonen aus der Tiefenzeit. Was Fossilien über Evolution und Entwicklungsbiologie erzählen.

 

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    NR
    Stichwort: Flaggschiffarten
    Retrospektive: Domestikation und Stadtkultur
    Vorschau, Impressum
     
    TECHMAX 20
   
Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Sommer 2014)

Roland Wengenmayr
Nagelprobe für den Fakir
oder wann Wassertropfen den Halt verlieren
 
     
   
     
   
   

Gewalt: Ihre Formen und Ursachen im Wechselspiel von Natur und Kultur

Es gibt wohl keine Phase der Menschheitsgeschichte, die frei von Gewaltanwendungen gewesen ist. Mord und Krieg als Formen individueller wie kollektiver Gewalt werden zwar gemeinhin geächtet, lassen sich aber offensichtlich nicht aus der Welt schaffen. Der Beitrag geht den vielfältigen Ursachen der Gewalt nach, die sich als ein Geflecht biologischer Dispositionen und sozioökonomischer und -kultureller Ansprüche und Ziele darstellen. Der Traum vom friedfertigen Menschen ist zwar ausgeträumt, doch wäre es falsch, in Fatalismus zu verfallen, denn wir sind von Natur aus auch soziale, zur Kooperation befähigte Wesen. Nur wenn wir unser natürliches Erbe im Blick haben, besteht die Chance, dem destruktiven Potential Einhalt zu gebieten.
 

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Das Mikrobiom von Termiten − Grundlage der Verdauung von Holz

Termiten ernähren sich von Holz und Laub, können aber weder Lignin noch Cellulose aus eigener Kraft verdauen. Wie andere Pflanzenfresser benötigen sie dafür symbiontische Mikroorganismen. Einige Termiten kultivieren deshalb wie Blattschneiderameisen Pilze, bei anderen dient der voluminöse Enddarm als Gärkammer. In dessen sauerstoffarmen bis -freien Milieu zerlegen einzellige Flagellaten, Bakterien und Archaeen die Holzsubstanz sukzessive zu Metaboliten, die der Wirt resorbieren und verwerten kann. Da Holz arm an Stickstoff ist, minimieren besondere Anpassungen der Termiten die fäkale Ausscheidung dieses lebenswichtigen Elements.
 

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Die Entdeckung und Erforschung von Angkor

Vor nunmehr 150 Jahren wurden die Tempelanlagen von Angkor für Europa neu entdeckt – von dem früh verstorbenen französischen Naturaliensammler Henri Mouhot und etwas später von dem deutschen Ethnologen Adolf Bastian. Über viele Jahre standen kultur- und religionsgeschichtliche Aspekte im Vordergrund der Forschung. In jüngerer Zeit geben neue archäologische Methoden weitere Einblicke: Die Tempelanlagen waren Teil einer gigantischen Megacity, die offensichtlich durch einen Wechsel langanhaltender Dürreperioden und Überschwemmungen unterging.
 

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