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    Biologische Invasionen – Wachsende Probleme durch Globalisierung
     
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    Die Körperhöhe und Leistungsfähigkeit der arbeitenden Klassen während der Industriellen Revolution
     
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Dierk Franck:
Curt Kosswig. Ein Forscherleben zwischen Bosporus und Elbe

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Friedrich Wilhelm Gerstengarbe, Harald Welzer (Hrsg):
Zwei Grad mehr in Deutschland. Wie der Klimawandel unseren Alltag verändern wird
 

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Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Winter 2012)

Roland Wengenmayr:
Naturstoffe – Warum Chemiker komplizierte Naturstoffe nachbauen
 
     
   
     
   
   

Biologische Invasionen – Wachsende Probleme durch Globalisierung

Die Einfuhr wie auch die unbeabsichtigte Verschleppung von Arten in andere, bislang von diesen nicht besiedelte Regionen, stellt ein Naturexperiment dar, das allzu oft fatale Folgen zeigt. Vielen dieser Neuankömmlinge gelingt es, Fuß zu fassen und sich fest zu etablieren. Solche invasiven Arten können tiefgreifende Folgen für die Lebensgemeinschaften haben, indem sie autochthone Arten verdrängen oder empfindlich schädigen. Neben der Lebensraumzerstörung stellen invasive Arten daher eine echte Gefahr für die Biodiversität dar, indem sie bereits vom Aussterben bedrohten Arten den Todesstoß geben. Lange Zeit hat man dieser Problematik hierzulande wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei mehren sich die Beispiele, dass biologische Invasionen Land- und Forstwirtschaft schädigen, wichtige „Ökosystemleistungen“ beeinträchtigen oder zu medizinischen Problemen führen.
 

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Die Körperhöhe und Leistungsfähigkeit der arbeitenden Klassen während der Industriellen Revolution
 
Der Mensch ist – wie jede andere biologische Art auch – genetisch nicht strikt festgelegt. Für die Fülle seiner Merkmale gibt es vielmehr eine je eigene, unterschiedlich große Reaktionsnorm, innerhalb derer die Merkmalsausprägung in Abhängigkeit von den gegebenen Umweltkonstitutionen realisiert wird. Eindrücklich zeigt sich diese Umweltabhängigkeit bei der Körperhöhe, die im Mittelpunkt dieses sozialgeschichtlichen Beitrags steht. Eine Langzeitfolge der durch die Industrialisierung ermöglichten Verbesserung der Lebensverhältnisse war eine im Laufe von Generationen stattfindende Beschleunigung und Zunahme des Längenwachstums sowie eine frühere Reifung (Akzeleration). Diejenigen Menschen aber, die die Grundlagen der Industriegesellschaft gelegt haben, wiesen eine gegenüber früheren Generationen geringere Körpergröße und eine insgesamt schwächlichere Konstitution auf.


 

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