NR-aktuell  
   
   
    ÜBERSICHT
     
    Peter Hupfer, Michael Börngen
    Gibt es „Klimakatastrophen“?
   

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    ÜBERSICHT
     
    Lucien F. Trueb
    Die jungen Vulkane der Auvergne
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    ÜBERSICHT
     
    Rüdiger Vaas
    Die Himmelsscheibe von Nebra – Die älteste Darstellung des Sternenhimmels
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    Rundschau
     
    ASTRONOMIE
    Supermassives Schwarzes Loch zerreißt Stern
    Girlanden um Andromeda
     
    MATHEMATIK
    100 Jahre Poincaré-Vermutung
     
    CHEMIE
    Aromaten mit Möbius-Topologie
    Rotaxane als Datenspeicher
    Der Kohlenstoffgehalt von Mantelsilicaten
     
    PALÄOZOOLOGIE
    Ein neuer Blick auf die Schläfenfenster
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    Wichtiger Faktor der Blütenbildung identifiziert
    Rasche Evolution bei Mittagsblumengewächsen
    Der kleinste Vogel der Welt
    Forensische Entomologie im Aufwind
    Anpassungsfähigkeit und Ploidiegrad
     
    MEDIZIN
    Quorum Sensing: Eine Achillesferse für pathogene Bakterien?
    Metabolismus von Vitamin K
    Genexpressionsprofile des Malariaerregers Plasmodium falciparum
    Medizinisch aktive Substanzen des Knoblauchs
     
    SCHULPROJEKT
    Weinbauprojekt in der Schule
     
    TIERE UND PFLANZEN DES JAHRES 2004
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Farbe des Mars — Kuiper-Gürtel — Korona der Sonne — Sound des frühen Universums — 50. Jahrestag des CERN — Spezielle Relativitätstheorie — Massensterben — Entwicklung der chinesischen Schrift — Terahertz-Strahlung — Röntgenlaserprojekt XFEL — Erzeugung von Elektrizität — Optisches Messverfahren — Britischer Windpark — Erdwärmekraftwerk — Struktur der Spinnenseide — Negativer Brechungsindex — Anbau transgener Nutzpflanzen
     
     
    BÜCHER UND MEDIEN
    Besprechungen
    Wilhelm Bartmann:
Zwischen Tradition und Fortschritt. Aus der Geschichte der Pharmabereiche von Bayer, Hoechst und Schering von 1935-1975.

Gotthilf Hempel, Meinhard Schulz-Baldes (Hrsg.):
Nachhaltigkeit und globaler Wandel.

Jean-Paul Poirier:
Die Erde – Mutter oder Rabenmutter?

 

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Retrospektive

    Vorschau, Impressum
     
    BIOMAX 15 
    Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Frühjahr 2004)
     
    Christina Beck:
    Spannung auf allen Kanälen – Wie Ionen durch die Zellmembran schlüpfen
     
   
   
    Gibt es „Klimakatastrophen“?

In den Medien wird der Begriff „Klimakatastrophe“ häufig und zum Teil kritiklos für Wetter- und Witterungsextreme oder regionale Klimaanomalien angewendet. Dies ist aber nicht immer gerechtfertigt. So ist die Anwendung des Begriffes auf den gegenwärtig sich anbahnenden Klimawandel beim jetzigen Wissensstand nicht angebracht. Dagegen können Meteoriteneinschläge und nukleare Unfälle durchaus zu massiven Änderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre und zu einer starken Veränderung des Strahlungshaushaltes des Systems Erde/Atmosphäre führen, die als Klimakatastrophe zu bezeichnen wären. Die Autoren schlagen eine Definition vor, in der das Anpassungsvermögen von Biosphäre und zivilisatorischen Systemen auf Klimaänderungen eine entscheidendes Kriterium ist.

 

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    Die jungen Vulkane der Auvergne

Der Vulkanismus in der zentralfranzösischen Auvergne lässt sich auf die Bildung von Einbruchsenken und Grabenbrüchen zurückführen, die ihrerseits auf die Kollision des afrikanischen Kontinents mit Eurasien zurückgehen. In der Vulkanlandschaft „Chaîne des Puys“, die einige Zehntausend Jahre alt ist, findet man die eindrucksvollsten Vulkanbauten. Rund 75 relativ kleine und in kurzer Zeit entstandene Vulkanbauten - Schlackenkegel, Trachytstöcke und Maare - sind hier auf einer kleinen Fläche konzentriert. Die berühmteste trachytische Kuppe der Auvergne ist der 8300 Jahre alte und 1465 Meter hohe Puy de Dôme. Wissenschaftler vermuten, dass die Vulkane der Auvergne nicht erloschen, sondern nur vorübergehend inaktiv sind.

 

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    Die Himmelsscheibe von Nebra – Die älteste Darstellung des Sternenhimmels

Auf dem Mittelberg in der Nähe von Nebra (Sachsen-Anhalt) wurde im Sommer 1999 ein einmaliges astroarchäologisches Dokument entdeckt. Die aus der Frühbronzezeit stammende „Himmelsscheibe von Nebra“ ist die älteste bekannte Darstellung des Sternenhimmels und anderer astronomischer Phänomene. Das 3600 Jahre alte Objekt, auf dem Symbole für Sonne, Mond und Sterne erkennbar sind, ließ sich wahrscheinlich auch zur Bestimmung der Sommer- und Wintersonnenwende heranziehen. Zusammen mit der Himmelsscheibe wurden bronzezeitliche Begleitfunde (u. a. Schwerter) gemacht. Der Fundort ist eine Grube, die sich in einer später angelegten ringförmigen Wallanlage befindet. Mit 800 Hügelgräbern ist diese Gegend Sachsen-Anhalts eine der dichtesten bronzezeitlichen Gräberlandschaften Europas. Seit August 2002 führt das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt auf dem Mittelberg weitere Ausgrabungen durch.

 

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