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Aktualismus in den Geowissenschaften –
Die Gegenwart als Schlüssel zur Vergangenheit

Wissen über weit zurückliegende Ereignisse können wir nur erlangen, indem wir Dokumente studieren. Im Bereich der Geowissenschaften sind dies Landschaftsformen, Sedimentabfolgen, Gesteinsarten, Fossilien und vieles mehr. Sie vermitteln ein dynamisches Bild über längst vergangene Erdzeitalter, mit ihrem Klima, ihrer Verteilung von Land und Meer, ihren Lebewesen und Lebensräumen. Eine solche Rekonstruktion ist nur möglich, indem wir die Kenntnisse über die heutige Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten auf die Vergangenheit übertragen. Diese Methode des Aktualismus wurde von Geologen entwickelt und ist bis heute unverzichtbare Grundlage jeder erdgeschichtlichen Rekonstruktion. Dabei sind sich Geologen bewusst, dass dem Aktualismus auch Grenzen gesetzt sind.

 

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Die theoretischen Konzepte der Biologie in ihrer geschichtlichen Entwicklung

Was macht das Wesen der Biologie aus? Lässt sie sich letztlich auf Physik und Chemie reduzieren, wie manche Molekularbiologen meinen? Das Nachsinnen über das Phänomen „Leben“ begleitet die Menschheit. Im Laufe der Geistesgeschichte gab es eine Reihe extremer Positionen, wie das Maschinendenken, das den Tieren Leidensfähigkeit absprach, oder die Annahme immaterieller Vitalkräfte, die für die Geordnetheit und Zielgerichtetheit biologischer Konstruktionen und Abläufe verantwortlich gemacht wurden. Bis heute wird um eine Theoretische Biologie gerungen. Eines ist klar: Eine Theorie des Lebendigen muss den Systemcharakter zugrunde legen, der alle Lebensphänomene von der molekularen bis hin zur ökosystemaren Ebene charakterisiert. Ob eine solche Theorie Teil der Biologie ist oder einer dann sehr viel umfassender verstandenen Physik, ist ein nachgeordneter Aspekt.
 

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