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    Martin Battran
    Wanderheuschrecken – eine ständige Bedrohung Afrikas
   

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    Einstein und die Lichtquantenhypothese – Die stufenweise Anreicherung der Bedeutungsschichten von „Lichtquantum“ (Teil 2)
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Stefan Richter, Walter Sudhaus (Hrsg.):
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Experimentalisierung des Menschen. Der Genetiker Hans Nachtsheim und die vergleichende Erbpathologie 1920-1945.

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Wissenschaftler in turbulenten Zeiten. Erinnerungen an Ornithologen, Naturschützer und andere Naturkundler.

 
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Retrospektive

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    Wanderheuschrecken – eine ständige Bedrohung Afrikas

Als „Wanderheuschrecken“ werden etwa ein Dutzend Feldheuschreckenarten bezeichnet, die zu Massenwanderungen in der Lage sind. Die mit Abstand gefährlichste Heuschrecke ist die bis zu 9 cm lange Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria, die sich letztes Jahr in Nordafrika ausgebreitet hat und damit Afrikas größte Heuschreckenplage der letzten 15 Jahre verursacht hat. Milliarden von Tieren vernichteten Tausende Tonnen Kulturpflanzen. Die Katastrophe kündigte sich bereits im Oktober 2003 an, als sich innerhalb kurzer Zeit ideale Umweltbedingungen für eine potentiell massenhafte Vermehrung einstellten: Nach einem extremen Sommer fielen an wenigen Tagen große Niederschlagsmengen über der Sahelzone. Die zuvor bis auf wenige Inseln zurückgedrängte Vegetation entfaltete sich explosionsartig, was der Herbstbrut eine rasche Entwicklung und weit überdurchschnittliche Vermehrung ermöglichte. Jetzt werden mehrere Millionen Liter chemischer Insektizide nötig sein, um der Ausbreitung der Schwärme Einhalt zu gebieten.

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    Einstein und die Lichtquantenhypothese – Die stufenweise Anreicherung der Bedeutungsschichten von „Lichtquantum“ (Teil 2)

Im zweiten Teil des Aufsatzes geht der Autor auf weitere fünf Bedeutungsschichten der Lichtquantenhypothese ein. Die abschließende Zusammenschau zeigt, dass Einstein bei seiner Theorienbildung verschiedenste Ideenstränge und experimentelle Befunde aufgriff und zu einem konsistenten Bild verwob. Er war nicht immer der erste, der bestimmte Gedanken äußerte, aber wie auch bei der Relativitätstheorie war er der einzige, der in der Lage war, die verschiedenen Einzeleinsichten in eine erste halbwegs konsistente Quantentheorie des Strahlungsfeldes zusammenzuführen. In seiner Arbeit über das Lichtquantum verband er kombinatorische Techniken von Ludwig Boltzmann mit Ideen von Joseph J. Thomson, Max Planck und Hendrik A. Lorentz und experimentellen Resultaten von George G. Stokes und Philip Lenard.

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    Wissen und Demokratie

Der Erkenntnisfortschritt in Wissenschaft und Technik geht einher mit einem nie gekannten Anstieg des kognitiven Wissens und des Verfügungswissens. Dieses Wissen hat im heutigen Bildungskanon einen viel zu geringen Stellenwert, so dass der Reichtum des kognitiven Wissens den meisten Menschen verschlossen bleibt. Diese Entwicklung ist gefährlich, da die Teilhabe an politischen Entscheidungen ein zunehmend hohes Maß an Sachkompetenz erfordert. Ein neuer Bildungskanon ist notwendig, der dem Sachwissen einen hohen Rang einräumt und zugleich Kardinaltugenden wie Klugheit, Maß und Gerechtigkeit als unverzichtbare Orientierungspunkte glaubhaft vermittelt wird.

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