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    Achim und Renate Kostrzewa
    Aktuelle Pinguin-Forschung: Pinguine und die globale Erwärmung
 
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    Renate Seitz
    Henri Pittier (1857-1950) - Dem "Schweizer Humboldt" zum 150. Geburtstag
     
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    Helmut Rechenberg
    Physiker, Philosoph und Friedensforscher - Carl Friedrich von Weizsäcker † 28. April 2007
     
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    Thomas Bührke, Roland Wengenmayr (Hrsg.):
Erneuerbare Energie

Heinz Streble, Annegret Bäuerle:
Histologie der Tiere - ein Farbatlas

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Aktuelle Pinguin-Forschung: Pinguine und die globale Erwärmung

Die derzeitige Erwärmung der Erde führt dazu, dass die küstennahen Schelfeisflächen der Antarktis schmelzen und einige Gebiete des Kontinents eisfrei werden. Für die Adéliepinguine, die mit den Kaiserpinguinen am weitesten nach Süden vordringen, bedeutet dies zweierlei: Zum einen profitieren sie von der Erwärmung, da sie auf eisfreiem Boden brüten. Dies dürfte der Grund sein, weshalb ihre Population im Bereich der Ostantarktis parallel zur Erwärmung in den letzten 40 Jahren zugenommen hat. Dieser positive Effekt hält an, solange die Entfernung vom Brutplatz bis zum Eisrand, an dem sie Krill fangen, nicht zu weit ist. Bei Strecken über 100 km wird die Energiebilanz kritisch.
Besondere Bedingungen herrschen im Bereich der Antarktischen Halbinsel, die weit nach Norden reicht. Hier kommen Adéliepinguine zum Teil zusammen mit den nächstverwandten Zügel- und Eselspinguinen vor. Es ist abzusehen, dass die Erwärmung zu Verschiebungen der Verbreitungsgebiete nach Süden führen wird, möglicherweise zu Lasten der Zügelpinguine, die in ökologischer Hinsicht eine Mittelstellung einnehmen.
 

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Henri Pittier (1857–1950) – Dem „Schweizer Humboldt“ zum 150. Geburtstag

Der aus dem waadtländischen Bex stammende Henri Pittier ist eine in Europa weitgehend unbekannte Größe: Als leidenschaftlicher, selbstbewusster und produktiver Forscher hat er jedoch in Mittel- und Südamerika Spuren hinterlassen. Eine Bergspitze in Costa Rica und der erste Nationalpark von Venezuela tragen seinen Namen. Pittiers kartographische Werke, ethnologische Studien sowie seine Beiträge zur Meteorologie, Botanik und Landwirtschaft legen Zeugnis einer ungewöhnlichen Vielseitigkeit ab. Pittier war ein unermüdlicher Arbeiter, der sich auch administrativen Herausforderungen nicht verschloss. Der Geburtstag ist Anlass, sich näher mit einem unkonventionellen Forscher zu beschäftigen.

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Physiker, Philosoph und Friedensforscher - Carl Friedrich von Weizsäcker
† 28. April 2007

Mit C. F. von Weizsäcker starb der letzte Zeitzeuge und Mitgestalter der modernen Physik, deren Grundlagen in den 20er und 30er Jahren im Umfeld von Werner Heisenberg und Niels Bohr geschaffen wurden. Als Atomphysiker erlebte von Weizsäcker den Triumph, aber auch die Tragik des Missbrauchs wissenschaftlicher Erkenntnis. Den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima erlebte er als tiefe Zäsur. Sie verstärkte in ihm den Wunsch, sich den philosophischen Grundfragen der Naturwissenschaften zu widmen. Auch seine Hinwendung zu gesellschaftspolitischem Engagement haben hier ihre Wurzeln.

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