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    FORSCHUNG
     
    Stephan C. Schuster, Snjezana Rendulic
    Mikrobielle Jäger und Parasiten – Wie räuberische Bakterien Bakterien fressen
   

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    KONZEPTE UND GESCHICHTE
     
    Klaus E. Puls
    Die Quadratur des Kreises – Der lange Weg von a2 nach π
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    FORUM
     
    Biologie im postgenomischen Zeitalter
    Ein Gespräch mit der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard
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    Rundschau
     
    ASTRONOMIE UND PHYSIK
    Erfolgreiche Jagd nach Zwerggalaxien 
    Relativistische Effekte beim GPS
    Würfel-Roboter reproduziert sich 
    Photonische Kristalle aus periodischen Spiralstrukturen  
    Silicium-42 – magisch, aber instabil
     
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    Datierung von Erdölen
    Iridium als Anzeiger von Schneeball-Vereisungen? 
    Der Erdbebenbereich Sumatra-Andamanische See    
    Sahara-Diatomite als größte Staubquelle   
     
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    Ein zahnloser Hominidenschädel von Dmanisi
    Flechten im Jungpräkambrium
     
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    Arsenat reduzierende Bakterien in einem Salzsee
    Mais ruft unterirdisch um Hilfe
    Verwandtenselektion bei Wildtruthähnen
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    Helios-Anlage — Terahertz-Strahlung — Polymer-Kunststoffe — Totalreflexion von Licht — AutoTram — Stabilisierung von Schäumen
     
     
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    Frank Uekötter, Jens Hohensee (Hrsg.):
Wird Kassandra heiser? Die Geschichte falscher Ökoalarme.

Susan Joy Hassol (übersetzt von Michael Benthack und Maren Klostermann):
Der Arktis-Klima-Report. Die Auswirkungen der Erwärmung.

Bernhard Hassenstein:
Klugheit. Bausteine zu einer Naturgeschichte unserer geistigen Fähigkeiten.

Konrad Lorenz:
Über das Verhalten geselliger Tiere.
 

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    Stichwort: Künstliche Intelligenz (I)
   

Retrospektive

    Vorschau, Impressum
     
    GEOMAX 10
    Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Sommer 2005)
     
    Christina Beck:
    Staub im Klimarechner – Warum Forscher kleinste Teilchen zählen  
     
   
   
    Mikrobielle Jäger und Parasiten – Wie räuberische Bakterien Bakterien fressen

Dass Bakterien in der Lage sind, ihresgleichen als Nahrungsquelle zu nutzen, ist seit den 1960er Jahren bekannt. Zu diesem Zweck haben sie unterschiedliche Strategien des Jagdverhaltens entwickelt: Entweder solche Bakterien jagen gemeinschaftlich wie im „Wolfsrudel“, oder sie greifen im Alleingang parasitisch an. Das Bacterium Bdellovibrio bacteriovorus nimmt eine Sonderstellung ein, weil es sowohl als Jäger als auch als Parasitoid klassifiziert werden kann. Im vergangenen Jahr konnte erstmals die komplette Genomsequenz von Bdellovibrio analysiert werden. Dabei zeigte sich unter anderem, dass das Bacterium weder in der Lage ist, sich außerhalb seines Wirtes zu reproduzieren, noch eine tierische Zelle zu infizieren. Möglicherweise könnte Bdellovibrio im tierischen Organismus zur Infektionsbekämpfung eingesetzt werden. Auch Anwendungen zur Bekämpfung schädlicher Bakterien in der Umwelt sowie im medizinischen Bereich sind denkbar.

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    Die Quadratur des Kreises – Der lange Weg von a2 nach π

Der Kreis als geometrische Figur hat schon den frühesten Mathematikern Rätsel aufgegeben. Bereits vor ca. 4000 Jahren erkannte man, dass Umfang und Durchmesser des Kreises in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen. Versuche, diese Kreiszahl, die seit dem 18. Jahrhundert π genannt wird, zu berechnen, scheiterten jedoch in der Antike und über Jahrtausende danach. Daher war es lange Zeit unmöglich, den Umfang oder die Fläche von Kreisen exakt zu berechnen. Alle Kulturen behalfen sich mit Näherungslösungen. Der Ehrgeiz, die Quadratur des Kreises zu lösen, hielt jedoch bis in die Neuzeit an. Erst Ende des 19. Jahrhunderts konnte der mathematische Charakter von π geklärt werden. Im Jahr 1948 wurde π bis auf die 1000. Stelle hinter dem Komma berechnet. Heute sind mehr als 100 Milliarden Stellen bekannt.

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    Biologie im postgenomischen Zeitalter
Ein Gespräch mit der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard

Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard ist Direktorin der Abteilung Genetik des Max-Planck-Institutes für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Im Jahr 1995 erhielt sie für ihre Untersuchungen zur genetischen Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung von Taufliegen und Zebrafischen den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. In einem Interview, das sie auf der 55. Tagung der Nobelpreisträger in Lindau gab, äußert sie sich über die Biologie im postgenomischen Zeitalter.

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