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Galieleo Galilei:
Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme.

Gisela Freund, Ludwig Reich (Hrsg.):

Sesselfelsgrotte VI. Naturwissenschaftliche Untersuchungen.

Ulrich Kutschera:
Design-Fehler in der Natur – Alfred Russel Wallace und die Gott-lose Evolution
 

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Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Sommer 2014)

Roland Wengenmayr
Nagelprobe für den Fakir
oder wann Wassertropfen den Halt verlieren
 
     
   
     
   
   

Primordiale Gravitationswellen empirisch nachgewiesen?

Als im März dieses Jahres eine internationale Forschergruppe verkündete, theoretisch vorhergesagte Besonderheiten im Polarisationsmuster der kosmischen Hintergrundstrahlung entdeckt zu haben, wurde diese Meldung auf den ersten Seiten der Tagespresse als möglicher wissenschaftlicher Durchbruch gefeiert. Damit wäre der Beweis für die Theorie des inflationären Universums erbracht worden: Nur 10-32 Sekunden nach dem Urknall soll sich das Universums mit Überlichtgeschwindigkeit enorm aufgebläht haben, was die nahezu vollkommene Gleichförmigkeit der Hintergrundstrahlung in sehr weit entfernten Regionen erklären würde. Allerdings wurden von Beginn an auch Zweifel geäußert, ob die Auswertung der Daten auf einer soliden Grundlage steht. Schon bald dürften unabhängige Messungen, die mit dem Forschungssatelliten Planck gewonnen wurden, Klarheit verschaffen. Unser Autor geht auf die Grundlagen der theoretischen Überlegungen ein, die bei den Diskussionen eine Rolle spielen.
 

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Die Natur-Kultur-Grenze im Licht des Humangenomprojekts

Die komplette Sequenzierung des Humangenoms wird als Meilenstein der Wissenschaft und menschlichen Kultur in Erinnerung bleiben. Abgesehen von seiner Bedeutung für medizinische Anwendungen hat das Humangenomprojekt auch die Sicht auf uns Menschen verändert. Dieser Aspekt steht in dem Beitrag im Vordergrund, wobei der Frage nachgegangen wird, welche genetischen Mechanismen für den evolutionären Wandel verantwortlich sind. Von großer Bedeutung sind Veränderungen der Gen­aktivität, unter anderem solcher, die zu einem „Stehenbleiben“ der Entwicklung auf einem juvenilen Stand beitragen, womit die in den 1920er Jahren formulierte Fetalisationshypothese von Louis Bolk eine Bestätigung erhält. Die genetischen Grundlagen für die Kulturfähigkeit des Menschen waren bereits vor rund 100 000 Jahren gelegt, so dass die kulturelle Evolution anders als die biologische Evolution kaum mit genetischen Änderungen einhergeht.
 

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Taifun Haiyan als ökologische Herausforderung – Erfahrungen mit dem Rainforestation Farming Konzept

Angesichts der fortschreitenden Zerstörung tropischer Regenwälder und der Notwendigkeit, der philippinischen Land- und Forstwirtschaft ein Auskommen zu sichern, wurde in den 1990er Jahren von deutschen und philippinischen Wissenschaftlern das Rainforestation Farming Konzept entwickelt. Es sieht den permanenten Anbau von Nutzpflanzen in einer reich strukturierten naturnahen Vegetation vor. Wie der Taifun Haiyan Ende letzten Jahres zeigte, überstanden die nach diesem Nutzungskonzept betriebenen Flächen das Naturereignis weit besser als konventionelle Monokulturen.
 

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