NR-aktuell  
   
   
    ÜBERSICHT
     
    Johannes M. Herrmann
    Proteintransportmaschinen in Mitochondrien – ein Mosaik aus Proteinkomplexen unterschiedlicher phylogenetischer Abstammung
   

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    KONZEPTE UND GESCHICHTE
     
    Hermann Levinson, Anna Levinson
    Vögel und Schmetterlinge als Erscheinungsform der menschlichen Seele – Ein zoologischer Streifzug durch die Kulturgeschichte
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    Rundschau
     
    PHYSIK
    Atomarer Speicher für Photonenzustände
    Wasser als Speicher für Wasserstoff
    Höhere Stromdichte durch Dotieren eines Hochtemperatur-Supraleiters
     
    CHEMIE
    Musterbildung von Proteinen im Nanometerbereich 
    Eine wasserstoffreiche Uratmosphäre
     
    GEOWISSENSCHAFTEN
    Zeitmarken des Ediacarium
    Migrationsrouten des frühen Homo sapiens
     
    PHYSIOLOGIE
    Fressen modifiziert das Pythonherz
    Synchrone Blütenbildung am Äquator
     
    BIOWISSENSCHAFTEN
    Kristallmodell lässt Facettenaugen entstehen
    Neuer Vererbungsmodus entdeckt
    Sitzstange dient der Fremdbestäubung
    Pollen-Katapult beim Kanadischen Hartriegel
    Travestie ermöglicht Fortpflanzung 
     
    ÖKOLOGIE
    Ökologische Immunologie untersucht Wirbellose
    Flut im Grand Canyon
     
    MOLEKULARBIOLOGIE
    MicroRNAs regulieren Krebs  
     
    KURZMITTEILUNGEN
    Erprobung neuer Technologien auf dem Mond — Antiwasserstoff — Langlebige Tropfen — Magnetresonanztomographie — Gesichtstumore bei Beutelteufeln — Bio-Ethanol — Bekämpfung von Schaben mit Nematoden — Koa-Baum — Trägerproteine für Vitamin E
     
     
    BÜCHER UND MEDIEN
    Besprechungen
   

Markus Pössel:
Das Einstein-Fenster. Eine Reise in die Raumzeit.

Peter Hennicke, Michael Müller:
Weltmacht Energie. Herausforderung für Demokratie und Wohlstand.

Walter L. Pohl:
Mineralische und Energie-Rohstoffe.

Dietrich von Engelhardt (Hrsg.):
Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Naturwissenschaftler.
 

    Neuerscheinungen
     
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    NR
    Stichwort: Künstliche Intelligenz (Teil 2)
   

Retrospektive

    Vorschau, Impressum
     
    TECHMAX 5
    Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Herbst 2005)
     
    Roland Wengenmayr:
    Widerstand zwecklos – Supraleiter auf dem Sprung zu höheren Temperaturen  
     
   
   
    Proteintransportmaschinen in Mitochondrien – ein Mosaik aus Proteinkomplexen unterschiedlicher phylogenetischer Abstammung

Mitochondrien sind die Energie liefernde Zellorganellen eukaryotischer Organismen, die eine eigene DNA enthalten und zur Selbstvermehrung fähig sind. Nach der Endosymbiontentheorie handelt es sich um ehemalige Bakterien, die von einer Wirtszelle einverleibt wurden (ähnliches gilt für die Chloroplasten der grünen Pflanzen). Im Laufe der Evolution wurde der Stoffwechsel beider Partner verzahnt, wobei die Wirtszelle einige Stoffwechselwege an die Mitochondrien abgab, andererseits wurden viele mitochondrialen Gene in das Genom der Wirtszelle integriert. Die genetische Abhängigkeit der Mitochondrien zeigt sich darin, dass die allermeisten ihrer Proteine im flüssigen Zellplasma (Cytosol) synthetisiert werden und von dort in die Mitochondrien eingeschleust werden müssen. Für die Erkennung und Sortierung mitochondrialer Proteine ist eine Reihe von Proteintransportmaschinen zuständig, die in der inneren und äußeren Mitochondrienmembran sitzen. Wie die Untersuchungen des Autors zeigen, handelt es sich teils um alte, bakterielle Proteinkomplexe, teils um Neuentwicklungen der eukaryotischen Zelle.

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    Vögel und Schmetterlinge als Erscheinungsform der menschlichen Seele – Ein zoologischer Streifzug durch die Kulturgeschichte

Die Vorstellung, dass die Seele nach dem Tod eines Menschen weiterlebe, hat alte Wurzeln. In vielen Kulturen wurden andere Lebewesen als Träger der menschlichen Seele angesehen. So glaubten die Ägypter des alten Reiches, dass die für Macht und Persönlichkeit stehende Beweglichkeitsseele eines mumifizierten Toten tagsüber als Sattelstorch aufsteige und nachts wieder dort heimkehre. Später sah man in Falken und schließlich in einem Greifvogel mit einem menschlichen Kopf und Kinnbart die Verkörperung der Beweglichkeitsseele, während die Toten von einem Schopfibis dargestellt wurden. Die alten Griechen der mykenischen Zeit übernahmen die ägyptische Vorstellung des Seelenvogels (Sirenen), doch traten auch Nacht- und später Tagfalter als Sinnbilder der unsterblichen Seele auf. Zeugnisse geben Schmetterlingsdarstellungen als Symbole der Psyche. Im späten Mittelalter übernahm der christliche Glaube die Faltermetamorphose als Leitmotiv, worin das menschliche Leben mit dem Leben einer Raupe, der Tod mit einer Puppe und die auferstandene Seele mit einem ausschlüpfenden Falter verglichen wurden.

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